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Husum auf dem Weg zur Klimaneutralität

Als eine der ersten Städte Schleswig-Holsteins will Husum einen Klimaschutzplan aufstellen. Angeschoben durch eine bürgerliche Initiative macht sich die Stadt damit auf den Weg zur lokalen Klimaneutralität bis 2035.

Deutschland hat sich im Pariser Klimaabkommen offiziell dazu verpflichtet, umfassende Bestrebungen zu unternehmen, die Erderhitzung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Das ist nach aktuellem Forschungsstand nur möglich, wenn die Bundesrepublik bis spätestens 2035 klimaneutral wird. Wie der Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen, allen voran CO2, vor Ort verringert werden kann, ist für viele Städte jedoch abstrakt und bedarf einer individuellen Betrachtung.

Um Klimaschutz in Kommunen maßgeschneidert in die Umsetzung zu bringen, unterstützt der deutschlandweit agierende Verein „German Zero“ lokale Gruppen, die individuelle Aktionspläne in ihrer Stadt anschieben wollen. Vor diesem Hintergrund taten sich im Mai diesen Jahres Husumer Bürgerinnen und Bürger in der Initiative „Husum Klimaneutral“ zusammen. Sie trugen den Vorschlag an die Stadtverwaltung und in die Fraktionen und forderten die Beauftragung eines Gutachtenbüros mit der Erstellung eines Klimaaktionsplanes. Darin solle konkret kalkuliert werden, wie in Husum bis 2035 sämtliche Treibhausgas-Emissionen eingespart bzw. kompensiert werden können und welche Kosten und Einsparungen die Maßnahmen für die Stadt bedeuten.

Die Bemühungen der Initiative trafen auf offene Ohren und wurden belohnt: Am 30.9. wurde die Beauftragung eines Klimaschutzplans vom Stadtverordnetenkollegium einstimmig beschlossen. Die nächsten Schritte sind nun die Ausgestaltung der konkreten Anforderungen an den Aktionsplan und die Beauftragung eines Gutachterbüros. Diesen Prozess begleitet die Stadtverwaltung gemeinsam mit der AG Nachhaltigkeit und den Mitgliedern von „Husum Klimaneutral“. Ein erstes Treffen fand am 20.10. unter Leitung von Hans Pahl-Christiansen (Mitglied des Stadtverordnetenkollegiums der Grünen und Vorsitzender der AG Nachhaltigkeit) statt.